Wildnis ruft

Foto von Karsten Bahnsen (www.hinterm-deich.de)

Wir nehmen uns die Freiheit, etwas Großes zu versuchen; die Freiheit, diesen Ort zur Bühne zu erklären und uns und euch zu Darstellern; die Freiheit, auf dieser Bühne zu tun, wonach uns der Sinn steht; die Freiheit, an einen Ort des Heidentums zu glauben; die Freiheit, Freiheit in der Wildnis zu vermuten; die Freiheit, zurück in den Wald zu flüchten; die Freiheit, vor euren Augen ein Tier zu schlachten; die Freiheit, unangemessen gekleidet zu sein; die Freiheit, Freiheit stiften zu wollen; die Freiheit, mit unserem Konzept zu brechen; die Freiheit, Wildnis nicht nur als geografischen Ort sondern als das Ausleben von Freiheit zu begreifen; die Freiheit, euch vom Licht ins Dunkel zu führen – und zurück; die Freiheit, ein wenig größenwahnsinnig zu sein; die Freiheit, euch zu Taten zu bewegen; die Freiheit, die Wildnis dieses Festivals zu erleben; die Freiheit zur Absurdität; die Freiheit, auf Konsequenzen zu scheißen.

Wir haben uns diese Freiheit nicht verdient. Wir wissen nämlich gar nicht wie das funktionieren soll.

Mennerdy waren im Sommer 2013 für drei Wochen zu Gast beim Skandaløs-Festival in Neukirchen, Nordfriesland. Der Untertitel des Festivals „ein vogelfreies Festival“ veranlasste Mennerdy nach der Freiheit und den damit verbundenen Sehnsüchten zu fragen. Entstanden ist dabei eine Theater-Performance um drei Männer und eine Kuh in einem See, sowie Aktionen auf dem Festivalgelände.